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Proliferationstherapie

Praktizierende Ärzte
Dr. med. Tim Bernhard Dr. med. Enno Roderfeld

Die Proliferationstherapie (auch Prolo- oder Sklerosierungstherapie genannt), ist ein Verfahren zur Stabilisierung von Gelenken. Dazu spritzt der Arzt spezielle Lösungen - meistens hochprozentige Glucoselösungen und/oder Kochsalzlösungen in Kombination mit einem Betäubungsmittel - in die Gelenkbänder.
Der gesetzte Reiz ruft eine Reaktion des Gewebes hervor und stimuliert in der Folge eine vermehrte Bildung von stabilisierenden Kollagenfasern.

Wie funktioniert die Proliferationstherapie?

Durch die Proliferationstherapie kommt es zu einer Straffung und Verfestigung der Strukturen im behandelten Bandgewebe. Es handelt sich um eine echte Rekonstruktion in den erkrankten Bändern, Gelenkskapseln und Sehnen. Es ist nicht mit einer Narbenbildung gleichzusetzen.

Mit der Prolotherapie kann eine Vielzahl von Krankheitssymptomen erfolgreich behandelt werden. Unter Umständen lassen sich mit ihr sogar Operationen vermeiden. In Deutschland wird das Verfahren (noch) nicht von vielen Ärzten angeboten. Dagegen ist es in den englischsprachigen Ländern - besonders USA und Großbritannien - seit über 50 Jahren ein etabliertes Therapieverfahren.

Eine Fülle von orthopädischen Erkrankungen haben ihre Ursache in einer gestörten Bandfunktion durch Lockerung, Überdehnung oder auch Entzündung.
Leider wird dies häufig erst nach einer Reihe fehlgeschlagener Behandlungsabläufe erkannt.

Welche Anwendungsgebiete gibt es?

Die Domäne der Proliferationstherapie ist die Gelenkinstabilität. Sie wird eingesetzt, wenn Verfahren wie Bandagen, Orthesen, oder auch operative Verfahren nicht eingesetzt werden können.

Die weitaus häufigsten Anwendungen sind Schmerzsyndrome der Wirbelsäule und im Bereich der großen Gelenke; zunehmend auch bei ansonsten nicht zu beherrschenden Schmerzsyndromen der Extremitäten- und Wirbelsäulengelenke.

Beispiele für Anwendungsgebiete

  • Verschleiß- oder unfallbedingte Bandlockerungen des Bewegungsapparats
  • Chronische Beckenschmerzen
  • Chronische Kreuzschmerzen
  • Gefügelockerungen von Wirbeln mit nachfolgendem "Verschleiß"
  • Schmerzen bei Wirbelsäulenverkrümmung (auch nach Operationen)
  • M. Baastrup (sich berührende, schmerzhafte Dornfortsätze der Wirbelkörper)
  • Knorpelerweichung der Kniescheibe (Chondropathia patellae)
  • Beginnender Verschleiß von Gelenken (Arthrosen)
  • Kopfgelenksinstabilität mit gewissen Formen von Schwindel
  • Kopfschmerzen bei sogenannter Nackenmigräne
  • Bandansatzbeschwerden aller Art Generalisierte Schmerzen im Bereich der Muskulatur und Sehnenansätze (Fibromyalgie-Syndrom)
  • schmerzhafte Fußbeschwerden 

Gegenanzeigen

Mögliche Therapiehindernisse oder Gegenanzeigen der Prolotherapie sind:

  • Schwermetallbelastungen
  • Störfelder aus Narbenbildungen, Kiefer- Nebenhöhlen- und Zahnerkrankungen
  • Blockierungen an Wirbeln und Gelenken
  • Behandlung mit Blutverdünnungsmedikamenten (Marcumarbehandlung)

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen des Medikamentes und echte allergische Reaktionen sind bisher nicht berichtet worden.
Trotzdem kann es durch das beigemischte Betäubungsmittel zu Reaktionen kommen, die auch aus der Neuraltherapie bekannt sind:

  • Kribbeln in den Händen und Füßen
  • Hitze- und Kältegefühl
  • Schwindel
  • Kopfschmerz

Wechselwirkungen

Entzündungshemmende Medikamente wie beispielsweise Rheumamittel, Enzyme zur Abschwellung, Aspirin oder Cortison können die Wirkung der Prolotherapie abschwächen.

Wie wird die Therapie durchgeführt?

Vor der Einleitung einer Prolotherapie wird Sie der Arzt eingehend befragen und untersuchen. Denn nicht jede Erkrankung ist für die Prolotherapie geeignet. Dabei ist die genaue Überprüfung der Gelenkfunktion, der Zustand der Bänder, Gelenkskapseln und Sehnen ein unverzichtbarer Bestandteil der Untersuchung. Dazu sind häufig auch noch ergänzend Röntgen, Ultraschall Kernspintomographie oder ähnliche Untersuchungen erforderlich.

Bei einer bestehenden Gelenkinstabilität kann zunächst eine Stabilisierung mit einer intensiven Krankengymnastik versucht werden. Gelingt dies nicht, ist die Prolotherapie eine sehr gute Möglichkeit, das betroffene Gelenk zu stabilisieren. Je nach Diagnose können eine oder mehrere Spritzen pro Sitzung erforderlich sein. Insgesamt umfasst die Therapie in der Regel 6 und maximal 12 Therapiesitzungen mit einem minimalen Abstand von drei Tagen zwischen zwei Injektionen. Optimal sind jedoch 7 bis 10 Tage. Nach einer Pause von 2-12 Wochen kann eine erneute Therapieserie erfolgen.

Eine Kombination der Therapie mit anderen Verfahren wie physikalischen Therapien, manuellen Therapie, Osteopathie und der Akupunktur ist möglich und auch häufig sinnvoll.

Die Gabe der Spritzen kann besonders zu Beginn der Therapie schmerzhaft sein. Eine heftige Reaktion nach der Injektion hat meist einen nachhaltig positiven Therapieeffekt zur Folge.
Nach der Spritze sollten Sie noch circa eine viertel Stunde in der Praxis verweilen, um mögliche Kreislaufreaktionen abzuwarten und sich zu sammeln.

Link: www.eapro.de

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