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Handoperationen

Praktizierende Ärzte
Dr. med. Tim Bernhard

Karpaltunnelsyndrom

Definition

Beim Karpaltunnelsyndrom (KTS) handelt es sich um Beschwerden aufgrund einer Druckschädigung des Medianusnerv im Karpaltunnel (knöchern-bindegewebiger Kanal an der Handwurzel). Durch eine Einengung im Tunnel zeigt sich oft als typisches Symptom das Einschlafen der Finger und ein Taubheitsgefühl.

Ursachen

Ein Karpaltunnelsyndrom (KTS) kann verschiedene Ursachen haben. Dazu zählen beispielsweise eine mangelhaft ausgeheilte Verletzung, hormonelle Störungen, Schilddrüsenstörung, Diabetes oder eine chronische Überanstrengung der Sehnen. In den meisten Fällen lassen sich jedoch keine besonderen Ursachen nachweisen. Eine familiäre Veranlagung wird diskutiert.

 Therapie

Im Frühstadium des Karpaltunnelsyndroms ist ein nicht-operativer Behandlungsversuch angezeigt. In erster Linie sind dies die Vermeidung auslösender Belastungen sowie eine mehrwöchige nächtliche Ruhigstellung des Handgelenks in Neutralstellung in einer abnehmbaren Schiene. Begleitend erfolgt Salbenbehandlung, Eis und schmerzlindernde und abschwellende Medikation. Erst in zweiter Linie kann die lokale Injektion eines Kortisonpräparats erwogen werden, die meist rasch – aber auch nur vorübergehend – zur Besserung der Beschwerden führt. Mehrfache Injektionen sind aufgrund des Risikos für Nerven- oder Sehnenschäden nicht zu empfehlen.

Wenn keine Besserung der Beschwerden eintritt, empfehlen wir den operativen Eingriff. Vor einem Eingriff ist eine objektive, neurologische Untersuchung unbedingt erforderlich. Hierbei muss ein klares Defizit der Nervenleitgeschwindigkeit nachgewiesen werden. Bei fortgeschrittenem Karpaltunnel-Syndrom mit starken Schmerzen trotz Therapie und/oder Muskelschwund ist eine Operation ratsam. Dabei wird das querverlaufende Hohlhandband chirurgisch durchtrennt, was für eine Druckentlastung des Medianusnerv sorgt.

Die Operation wird bei uns "offen", unter direkter Aufsicht auf das OP-Gebiet, also mit einem ca. 3 cm kleinen Schnitt durchgeführt.
Hier ist das Risiko für eine Schädigung von Nerven und Gefäßen geringer als bei der arthroskopischen Technik.

Die Operation wird üblicherweise ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Mehrheit der Patienten verspürt schon wenige Tage nach der Operation eine deutliche Verminderung der Beschwerden. Eine Besserung des Nachtschmerzes ist oft sofort nach der Operation spürbar.

Nachbehandlung

In den ersten Tagen nach der Operation können schmerzlindernde und abschwellende Schmerzmittel und Eis angebracht sein. Das Handgelenk wird in der Regel für ein bis zwei Wochen begleitend mit vorhandener Schiene ruhig gestellt.

Die meisten Patienten können nach drei bis vier Wochen wieder ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen; bei geringer Belastung der Hand früher, bei körperlich schwerer Arbeit etwas später.

Eine neurologisch-elektrophysiologische Kontrolluntersuchung wird bei normalem postoperativem Verlauf nach etwa drei bis sechs Monaten empfohlen.
Bei Vorliegen einer Muskelschwäche kann eine längerfristige krankengymnastische oder ergotherapeutische Übungsbehandlung sinnvoll sein.

Schnellender Finger / Daumen (Tendovaginitis stenosans)

Weitere gebräuchliche Bezeichnungen: Schnapp-Finger, springender Finger, Triggerfinger
Definition: Einengung der Sehnenscheide und/oder Verdickung der Sehnen, so dass die Sehnen nicht mehr frei durch das Ringband gleiten können.

Der verdickte Sehnenanteil bleibt vor der Engstelle der Sehnenscheide hängen und rutscht dann mit einem oft schmerzhaften Schnappen durch die Engstelle. Meistens entspricht die Engstelle der Sehnenscheide dem Ringband über dem Finger- bzw. Daumengrundgelenk, also dem sogenannten A1-Ringband.

Ursachen

Ursachen sind wiederholte Überlastungen durch körperlich ungewohnte Tätigkeiten, aber auch chronische entzündliche Erkrankungen wie z.B. Rheuma, Gicht, Diabetes (Zuckerkrankheit), die mit einer Vermehrung des Beugesehnengleitgewebes einhergehen.

Therapie

Solange die Beschwerden noch nicht stark ausgeprägt sind, empfehlen wir zunächst die konservative Therapie. Hierbei kommen lokal abschwellende Maßnahmen und entzündungshemmende Medikation sowie kurzfristig Kortisoninjektionen in die Sehnenscheide zur Anwendung.
Führt die konservative Behandlung nicht zum Erfolg bzw. bei langen Verläufen der Beschwerden empfehlen wir die Operation. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung der Hand. Über einen geraden Hautschnitt im Beugeseitenbereich erfolgt unter Schutz des Nevengefäßbündels die Längsspaltung des Ringbands.

Nachbehandlung

Bis zur Entfernung der Fäden ist es ratsam, die operierte Hand zu schonen, schmerzadaptiert zu bewegen. Eine starke Belastung sollte für 2 Wochen vermieden werden. Die Schnappsymptomatik ist direkt nach der Operation verschwunden. Bei schwerer, körperlicher Arbeit beträgt die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ca. drei Wochen.

Ganglion = Überbein, Gelenkzyste

Definition

Ein Ganglion ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Gelenkkapselausbuchtung oder Ausbuchtung einer Sehnenscheide. Sie entsteht oft im Bereich des Handgelenks, Fingergelenk oder im Fußbereich. Sie machen meist keine Beschwerden und verschwinden oft von selbst.

Ursachen

Die Ursache ist eine Schwachstelle im Kapsel oder Sehenscheidenbereich. Durch Überbelastung und Anstrengung entsteht vermehrt Gelenkflüssigkeit mit Erhöhung des Gelenkinnendrucks was zu einer langsamen Ausbuchtung mit Zystenbildung führt. Frauen sind häufiger als Männer betroffen.
Folge sind Schmerzen bei Bewegung, Druckgefühl aber auch das kosmetische Problem ist oft störend. Kleine Ganglien sind durch Reizung von Nerven oft äußerst schmerzhaft.

Therapie

Bei Schmerzfreiheit ist in der Regel keine Behandlung erforderlich. Bei Beschwerden sollte eine Überbelastung des betroffenen Gelenks vermieden, bzw. eine Schonung und evtl. Ruhigstellung erfolgen. Schienenversorgung oder Bandagen sind hier indiziert. Als wichtige Begleittherapie sollte ein entzündungshemmendes Medikament vorübergehend eingenommen werden sowie die Eisauflage, ggf. Salbenapplikation. Bei großen Ganglien kann der Versuch der Punktion unternommen werden, ggf. mit Cortisoninjektion. Oft kommt es hier aber leider zum Wiederauftreten = Rezidiv.

Bei Therapieversagen oder starken Beschwerden ist die operative Entfernung des Ganglions empfohlen. Über einen kleinen Schnitt erfolgt die vollständige Entfernung der Cyste ( Cystensack mit Verbindungsstiel ).

Nachbehandlung

Der Eingriff wird ambulant durchgeführt. Eine Ruhigstellung ist nicht notwendig. In der Regel genügt ein steriler Kompressionsverband. Es kann die sofortige Beübung und schmerzadaptierte Belastung postoperativ erfolgen.

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